Dies ist der Ort, an dem die „Meyerbeer 26“ Welturaufführung hatte:

Wie Sie sehen, ein recht kreativer Ort, an dem man sehr gut essen kann.

Die Welturaufführung der „Meyerbeer 26“ fand am 25. Februar 2011 statt. Vor fast fünf Monaten. Ich war sehr aufgeregt.
Ich sagte zu meinen Bekannten:
„Am 25. Februar fahre ich in die und die Stadt.“
Und meine Bekannten sagten:
„Dort ist es sehr kalt, das liegt in den Bergen, nimm Deinen Wintermantel mit.“
Diesen Satz („hace muchísimo frío“) bekam ich übereinstimmend von 25 Bekannten zu hören. Am Vorabend der Reise griff ich also nach meinem Nordpol-Schneemantel.
„Warum nimmst Du Deinen dicken Schneemantel?“, fragte meine Tochter.
„Ich fahre morgen in eine kalte Stadt in den Bergen“, sagte ich.
„Requetefrío?“, fragte meine Tochter.
„Ja, sehr kalt“, sagte ich.
„Komm bald wieder“, sagte meine Tochter.

Wie Sie auf dem obigen Foto sehen, schien am 25. Februar 2011 in der kalten Stadt in den Bergen allerdings die Sonne.
Und sie schien … warm.
Sehr warm.

Den dicken Nordpol-Schneemantel musste ich von der Kathedrale zur Sprachschule und von der Sprachschule zur Basilika San Isidoro schleppen. Niemand hatte Mitleid mit der schwitzenden Autorin.

Ich hatte Angst um meine Lesung.
Würden die Studenten überhaupt kommen?
Würden sie sich nicht lieber vor die Kathedrale in ein Straßencafé setzen und die Tatsache genießen, dass sie alle – im Gegensatz zu mir – ihre dicken Wintermäntel zu Hause gelassen hatten?
An diesem frühsommerlichen Tag?
Dem ersten in diesem Jahr?

Nein.
Leoneser sind gewissenhafte Menschen.
Sie kamen.
Sie kamen bei 20 Grad und frühlingshaftem Sonnenschein, um sich etwas über die „RDA“ anzuhören.

Seither habe ich von der nordspanischen Stadt León und ihren Einwohnern, insbesondere aber ihren Sprachstudenten und Sprachlehrern, die höchste aller Meinungen.
O!
Und von ihrem Schinken* natürlich auch.

* siehe Kommentare

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