In Spanien hat der Frühling begonnen, la primavera. Die Sonne scheint und es ist warm. Die Menschen sitzen in Parks, Gärten und Cafés und freuen sich darüber.

Ich freue mich auch darüber. Denn im Grunde sitze ich ebenfalls gerne in Parks, Gärten und Cafés und freue mich über la primavera. Über den Frühling.

Ganz besonders habe ich mich am vergangenen Montag darüber gefreut. Dass draußen so schönes Wetter war! Auch ich saß im Park und habe die Sonne genossen.

Zuvor hatte ich mir allerdings die „Sala Sorolla“ im Museu de Belles Arts de València angesehen. Und da ich nun schon mal dort drinnen war, und die Sonne draußen auch in einer Stunde noch scheinen würde, habe ich mir auch den Rest des Museums angesehen.

Aber wie Sie sehen können, sehen Sie … nichts! Die Bilder sind natürlich alle da. Das eine oder andere mag auf Reisen sein, aber im Grunde sind alle Bilder da. Und doch fehlt etwas.

Ja, die Besucher fehlen! Natürlich! Die Menschen! Die Touristen, die sich für die Bilder im Museu de Belles Arts interessieren könnten!
Wo sind diese Menschen alle?
Auf den fallas?

Gut, sagte ich mir.
Ich verstehe das!
Hier im Museum gibt es nur alte Kunst, aber draußen scheint die Sonne so schön!

Vielleicht sah es ja in der Abteilung der modernen Kunst anders aus? Detrás del muro hay sol. Also eilte ich entschlossen in die entsprechenden Räume.

Aber auch hier: gähnende Leere.

Die Bilder sind … allein. Allein mit ihrer Geschichte, ihrer Schönheit. Allein mit sich und der Museumsluft. Hinter der Mauer gibt es keine Sonne, hier gibt es nichts und niemanden! Nur Einsamkeit.

Und in Spanien hat der Frühling begonnen.

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